Entdecken Sie Kea
Kea kombiniert eine einzigartige Naturlandschaft, wunderschöne Strände, faszinierende Sehenswürdigkeiten und ein reiches historisches Erbe. Deshalb ist die Insel ein fesselndes Reiseziel, das selbst die anspruchsvollsten Besucher überzeugen wird.
Kea ist eine Kykladeninsel in der Ägäis. Besser bekannt als Tzia, ist sie die sechstgrößte Insel dieses besonderen Inselkomplexes. Aufgrund ihrer Nähe zu Athen (nur 16 Meilen von dem Hafen von Lavrio entfernt – also eine Stunde mit dem Fähre), wird die Insel als „Eingangstor den Kykladen“ bezeichnet.
Tropfenähnlich, hat sie eine Oberfläche von 131 km², einen Küstenumfang von 85 km und eine ständige Wohnbevölkerung von etwa etwa 2.500 Einwohnern.
Trotz erheblicher Immobilienentwicklung und Wachstum im Tourismussektor in den letzten Jahren, hat Kea ihren traditionellen Charakter bewahrt.
Obwohl die Insel charakteristische kykladische Eigenschaften aufweist, hat Kea einige einzigartige Merkmale, die sie von den anderen Kykladen unterscheiden. Die abwechslungsreiche Topographie, die üppige Vegetation im Innenland, und eine unverwechselbare Variante der kykladischen Architektur mit Steingebäuden und einer Vielfalt von Farben, schaffen eine unvergleichliche Landschaft.
Kea ist das perfekte Reiseziel sowohl für einen Kurzurlaub, als auch für längere Ferien. Die wunderschönen Strände, und der Vielseitigkeit der Aktivitäten die die Insel bietet, garantieren Ihnen einen ganz besonderen Aufenthalt.

Für Mythologie- und geschichtsinteressierte Besucher ist Kea ein ideales Reiseziel, da die aufgezeichnete Geschichte der Insel bis 3300-3200 v. Chr. zurückreicht.
Die Geschichte Der Insel
Kea wurde früher Ydrousa genannt, vom griechischen Wort „hydor“, welches Wasser bedeutet. Der griechischen Mythologie zufolge soll die Insel, dank ihrer wasserreichen Quellen und Bäche, reichlich und dicht bewachsen gewesen sein. Das Klima war kühl-gemäßigt und feucht. In der Nähe dieser zahlreichen Quellen im Wald heisst es, dass die Nymphen lebten.
Das plötzliche Auftauchen eines Löwen (von neidischen Göttern gesandt) beendete diese Zeit des Wohlbefindens. Der Löwe verjagte die verängstigten Nymphen, die an die Nordküste der Insel flohen. Die Vertreibung der Nymphen hatte unmittelbare und verheerende Folgen. Dies war der Anfang der Herrschaft von „Sirius“, dem hellsten Stern am Nachthimmel, der an den heißesten Tagen des Jahres die Kykladen, und insbesondere Kea, mit seinen ungeheuern Strahlen versengen würde. Die Wasservorräte wurden knapp, und in den Trockenmonaten verwüsteten großflächig ganze Landstriche.
Die Einwohner, die unter der Dürreperiode litten, suchten Hilfe bei dem Halbgott Aristaios, dem Sohn des Gottes Apollo und der thessalischen Nymphe Kyrene. Aristaios kam als Anführer der Siedler aus Arkadien nach Kea. Er baute einen Tempel auf der höchsten Bergspitze der Insel, und brachte den Göttern Opfer dar, um sie zu besänftigen. Darauf waren die Götter begütigt, und die Dürrenzeit endete. Kühle Nordwinde – auch als “Meltemia” bekannt – kamen seitdem jeden Sommer, und milderten die schreckliche Sommerhitze. Es heist auch Aristaios habe die Landwirtschaft, Viehzucht, Imkerei und Olivenbau systematisiert.
Der heutige Name der Insel wird Keos zugeschrieben, dem Anführer von Lokroi aus Nafpaktos. Die Lokroi waren ein griechischer Stamm der Antike, welche die ersten bekannten Einsiedler auf Kea gewesen sind.
Die prähistorische Siedlung Kefala am Kap Kefalas, die sich an der nordwestlichen Küste der Insel befindet, wurde in der Spätsteinzeit (um 3300 v. Chr.) gegründet. Die prähistorische Siedlung Agia Irini, im Norden des Hafens von Agios Nikolaos, war eins der wichtigsten kulturellen Zentren in der Ägäis seit dem Spätneolithikum (3000 v. Chr.) bis zum 15 Jahrhundert v. Chr., als sie auf dem Höhepunkt ihrer Existenz durch große Erdbeben zerstört wurde.
In der archaischen Zeit (7.-6. Jahrhundert v. Chr.) existierten auf Kea vier unabhängige, finanzstarke und kulturell entwickelte Stadtstaaten, nämlich Ioulis, Koressia, Poieessa und Karthaia. Bis heute sind die Ruinen der Tetrapolis (Liga der vier Stadtstaaten) erhalten, die von der Blütezeit der Insel in der Antike zeugen. Alle vier Städte waren damals von Ringmauern umgrenzt, und wurden durch strategisch errichteten Burgen weiter gefestigt. Nach der Byzanz, dem fränkischen Reich und der osmanischen Herrschaft, verfiel die Insel, und wurde zu einer Piratenhochburg. Unter türkischer Herrschaft wurde die Insel Tzia umgenant. 1830 erfolgte die Vereinigung von Kea and den anderen Kykladeninseln mit dem neu gegründeten griechischen Staat.
In 1923, nachdem die griechische Bevölkerung (infolge des griechisch-türkischen Krieges und des Vertrages von Lausanne) gezwungen wurde Smyrna zu verlassen, suchten viele Menschen Zuflucht auf Kea, und ließen sich hauptsächlich im Hafen und in der Umgebung nieder. Mehrere blieben auf der Insel, und 1928-1930 wurde eine kleine Flüchtlingssiedlung gebaut. Auf diese Weise gewann die Insel an Bevölkerung und profitierte sowohl kulturell als auch finanziell, da die Zahl der Seeleute und Arbeiter zunahm. Die Flüchtlinge aus Kleinasien führten auch den Anbau neuer Nutzpflanzen ein, vor allem Tabak.
Heute sind wichtige Funde von archäologischen Ausgrabungen auf der Insel im archäologischen Museum von Kea zu sehen.
Kea Heutzutage
Kea ist relativ dünn besiedelt, mit Ausnahme von Korissia (Livadi), dem Haupthafen; Ioulida, der Hauptstadt der Insel (Chora); und dem Dorf Vourkari.
Die schönsten Teile der Insel liegen im Nordosten der Insel, wo die Landschaft noch weitgehend unberührt bleibt. Eines dieser Orte ist Ano Meria, ein Gebiet mit mehreren kleinen Stränden wie Spathí.
Die beliebtesten Strände von Kea, abgesehen von Spathí, sind Ortzias, Gialiskari, Poisses, Xyla und Koundouros, der mit einer “Blauen Flagge”(Umweltauszeichnung für Badestellen und Sportboothäfen) ausgezeichnet ist.
Jeden Sommer werden auf Kea die Volksmärchen and Erzählkunst Festspiele veranstaltet. Dieses internationale Festival findet seit 2003 statt, und es ist das erste seiner Art in Griechenland. Bekannte Geschichtenerzähler, Musiker und Künstler aus Griechenland und dem Ausland stellen ihre Arbeit durch eine Vielzahl von Veranstaltungen vor (Erzählungen, Ausstellungen, Theaterstücke und Schattentheater, Musik und Poesie usw.), die darauf abzielen deren kulturelles Erbe zu fördern.
Eine Insel mit solch einer reichen Geschichte und Tradition wie Kea, hat selbstverständlich auch bedeutende Museen. In Ioulida befindet sich das archäologische Museum, wo Sie eine Zeitreise durch die Prähistorische und historische Vergangenheit der Insel antreten können. In Mylopotmos können Sie im Volkskundemuseum von Kea einen Eindruck von der lokalen Kultur und dem Landleben der Insel gewinnen.

Kea verfügt über ein dichtes Netz alter Steinpfade mit einer Gesamtlänge von 36 km, was die Insel zu einem idealen Ziel für Spaziergänger und Wanderer macht.
Aktivitäten
Zur Freude der Wanderer ist Kea mit zahlreichen treppenartigen Steinpfaden durchzogen. Das abwechslungsreiche Geländerelief und die einzigartige Küstenlandschaft mit vielen kleinen Buchten, schaffen einmalige Wandermöglichkeiten. Auf der Insel gibt es auch mehrere Wildschutzgebiete für Zugvögel, aber auch für Greifvögel und andere Tiere. Die Flora von Kea ist ebenfalls beeindruckend und besteht aus etwa 3000 verschiedenen Pflanzenarten, unter anderem Cichorium spinosum (eine Art Zichorie, die als “Stamnagathi” bekannt ist), Quercus suber (eine mittelgroße Eichenart), Asphodel (Asphodelus ramosus), Ahorn, sowie auch seltene Orchideen.
Der Wandertourismus auf Kea hat sich in den letzten Jahren sehr entwickelt, und heute gehören die Wanderwege der Insel dem „Netzwerk von Kulturpfaden und Wanderwegen Griechenlands“ zu. Von denen sind zwölf hoch empfohlen. Diese gut ausgeschilderten Routen mit Wegweisern und praktischen Informationen führen Wanderer sicher über die gesamte Strecke. Sie sind größtenteils gepflastert und absolut bezaubernd. Wandern Sie durch Eichenwälder und von Bächen entlang; entdecken Sie Wildblumen und unberührte Natur; betrachten Sie grüne Täler, üppige Schluchten, und eine eindrucksvolle Küste; finden Sie traditionelle Steinquellen, gepflegte weiße Kapellen und verfallende Ruinen; erreichen Sie einsame kleine Buchten und wunderschöne Strände.
Sollten Sie beschliessen die Insel zu Fuß zu entdecken, begeben Sie sich auf eine Zeitreise in die faszinierende Geschichte von Kea! Die Wanderwege, die rund um die Insel führen, waren Teil eines antiken Straßennetzes, dass im 6. und 7. Jahrhundert v.Chr. die vier Stadtstaaten (Tetrapolis) miteinander verbunden hat, und ist deshalb von enormen historischem und archäologischem Interesse.
Wandern Sie vom grünen Inland zur naturbelassenen Küste, von den kleinen pittoresken Kirchen bis zu den imposanten Ruinen eines antiken Turms.
Kea ist auch ein einzigartiges Ziel für Tauchsport Liebhaber, da auf dem Meeresboden vier äußerst interessante Wracks aus der jüngeren Geschichte der Insel liegen: das Schwesterschiff der „Titanic“, bzw. das Krankenhausschiff „Britannic“; der französische Schnelldampfer „Burdigala“; der Raddampfer „Patris“; und eine Junkers Ju-52 der deutschen Luftwaffe aus dem zweiten Weltkrieg.
Auf der Insel finden Sie ein Tauchzentrum, wo Sie jegliche Informationen erhalten können um Ihren eigenen Tauchausflug zu planen.
Wenn Sie Abenteuerlustig sind, gibt es viele Möglichkeiten auf Kea Tagesausflüge zu unternehmen. Die mehreren kleinen Höhlen, die über der ganzen Insel verstreut liegen, sind von bedeutendem geologischem Interesse. Zwei der bemerkenswertesten Höhlenstätten auf Kea sind die „Trypospilies“ in Kalamos, und die Höhle des Heiligen Timotheos (Agios Timotheos) in Agios Panteleimonas.
Die Kykladen-Inseln sind bekannt für ihre ausgezeichnete Gastronomie und traditionelle Speisen, und Kea ist keine Ausnahme. Verlassen Sie die Insel nicht, ohne regionale Gerichte aus köstlichen einheimischen Zutaten zu probieren – lokale Produkte vom Land und aus dem Meer.
Fragen Sie uns nach Routenvorschlägen, und entdecken Sie die natürliche Schönheit und die bezaubernde Geschichte von Kea.

